Vom Pferdestall zum Haus Freiheit, vom Jugendhaus Ringgau zum Haus Ringgau.
Eine bewegte Zeit für ein Gebäude, das bereits zwischen 1914 – 1919 erbaut wurde und als Pferdestall für „fremde“ Stuten im neuen Haupgestüt Altefeld diente. Hier hat wohl niemand geahnt welche Transformation die alten Mauern erleben sollten.
Daher leitet sich unser Motto: einfach anders – einfach gut – ein Ort der Gemeinschaft in der wundervollen Natur der Ringgau – Hochebene in Nordhessen ab.
ACHTUNG Texte und Bilder sind nach Quelle, Fotograf und Autor bei weiterer externer Verwendung zu bezeichnen.
Grafische Darstellung Ralf Sodar
Zeitreise zur Geschichte des heutigen Haus Ringgau in Altefeld, die in Berlin ihren Ursprung hat.
1913

Bild: Bundesarchiv
„Hessisches Sibirien“ – ideal für die Pferdezucht …
1913 suchte die Preußische Regierung geeignete Standorte für ein weiteres Gestüt, das Gut Altefeld – im rauhen Nordhessen – wurde als besonders geeignet bewertet, nicht zuletzt durch die Eindrücke der Militärs aus den Jahren der dort zuvor abgehaltenen Manöver. Am 29. Januar 1914 wurde der Ankauf von Altefeld durch das Preußische Abgeordnetenhaus genehmigt.
1914 – 1919

Vollblutgestüt Altefeld – etwas Großes entsteht
Der Gestütskomplex wurde zwischen 1914 und 1919 während des Ersten Weltkriegs errichtet. Oberlandstallmeister Burchard von Oettingen erhielt die Oberaufsicht bis 1918. Mit großzügig bereitgestellten staatlichen Mitteln schuf er ein Gestüt nach den modernsten Standards.
Der Grundstein und die Basis für das spätere Jugendhaus in Altefeld entstand, denn der kleine Boxenstall (siehe Karte mit Gebäude Nr. 39) wurde in diesem Zeitraum errichtet.


1920

Pferde auf dem Ringgau
Im Jahre 1920 kam der denkwürdige Tag, an dem Hengste, Stuten (hier auch im kleinen Boxenstall für fremde Stuten – dem späteren Jugendhaus) und Fohlen aus dem Gestüt Graditz in die großen und baulich modernen Ställe Altefelds Einzug halten und auf den großen Wiesen des neuen Gestütes weiden konnten.
1922 -1945
Preußischer Adel, Weltwirtschaftkrise und die Wehrmacht
In der Leitung des Gestütes folgten Landstallmeister Graf Sponeck (Schwiegersohn von Burchard von Oettingen) und Graf Kalnein. 1930 wurde das Vollblutgestüt von Altefeld wieder nach Graditz zurück verlegt. Ein Teil der Belegschaft des Gestütes blieb bis 1932 auf dem Altefeld, das als staatliche Domänenwirtschaft fortbestand und neben Ermländer Fohlen auch Rinder in Eigenwirtschaft aufzog. Die neu aufgestellte Wehrmacht 1935 benötigte mehr Heeresgestüte, Pachtverträge für Siedler wurden aufgekündigt und Altefeld wurde dem Remonteamt Mansbach, Kreis Hünfeld unterstellt wurde. Major Dr. Josef Pulte übernahm offiziell die Leitung am 15. Mai 1941 in Altefeld als Heeres – Vollblutgestüt. Während der deutschen Besetzung Polens und Frankreichs wurden dort wertvolle Zuchtpferde erbeutet, die man dem Gestüt Altefeld übergab.

rechts im Bild der kleine Boxenstall – heute Gästeeingang Ostseite von Haus Ringgau
April 1945

Das Ende 1945
Der Betrieb des Heeresgestüt endete kampflos im 1. April 1945. Die Amerikaner erreichten Altefeld, etwa einen Monat vor dem offiziellen Ende des II. Weltkrieges. Ein Teil der Beutepferde wurde an die rechtmäßigen Eigentümer zurückgegeben, aber viele der Pferde werden als lebendes Beutegut in die USA (Operation Cowboy) verschifft.
Der kleine Boxenstall für Fremdstuten hatte ebenso unbeschadet die Nachkriegszeit erreicht. (Siehe Bild – Markierung mit Pfeil)

1945 – 1960

Landwirtschaftlicher Betrieb und weiterhin Pferde in Altefeld
Altefeld wurde im Laufe der Zeit „geteilt“ – hier in das innere und das äußere Gestüt. Die treuhändische Verwaltung übernahmen verschiedene Instituitionen wie das Amt für Vermögensverwaltung, das kurhessiche Pferdestammbuch Kassel und weitere. Es erfolgte weiterhin eine Aufzucht von Fohlen und zu Beginn der 1960er Jahre übernahm das Gestüt Waldfried das innere Gestüt, in den 1980 Jahren die Familie Graf. Weitere Informationen dazu in der Ortsgeschichte von Altefeld.

1970

Die Geburtsstunde – Haus „Freiheit„
Die katholische Kirchengemeinde Herleshausen hat sich entschlossen, ein bereits erworbenes Haus auf Altefeld auszubauen und eine Kegelbahn einzurichten. „Die Freiheit“ soll das Gebäude künftig heißen, der ehemalige „Boxenstall für fremde Stuten“ des Gestüt Altefeld an der Straße nach Herleshausen. Räume für die Gemeinschaft und eine Kegelbahn sollten Treffpunkte für Menschen aus nah und fern werden. Pater Haimo kannte jeder, denn er war die treibende Kraft für die Umsetzung.

1971

Ehemaliger Pferdestall wird Raum und Treffpunkt für Freizeitangebote
In dem Haus waren in den letzten zwei Jahren die Wirtschaftsräume für ein Jugendzeltlager untergebracht. Zahlreiche Männer arbeiten bereits an dem Bau. Durch die Eigenarbeit sollen 40 Prozent der Kosten aufgebracht werden. Die fehlenden 60 Prozent erhofft man aus Mitteln der Jugendarbeit. Da der Ringgau durch seine Höhenlage für Zeltlager oft zu kalt ist, sollen die Jugendlichen künftig im Heim untergebracht werden. 40 Betten sind bereits erworben. Viele freiwillige Helferinnen und Helfer unterstützen den Umbau unentgeltlich.

1972
Jugendhaus Ringgau (1.Ausbau)
Der ursprünglich angedachte Name „Haus Freiheit“ für das Projekt wurde nun zum „Jugendhaus Ringgau“ umbenannt, das 1972 in seiner ersten Ausbauform eröffnet wurde. Gruppenräume, Schlafräume und eine neue Kegelbahn ergaben einen Ort für Jugendgruppen aus ganz Deutschland. Gemeinschaft stärken und als Erholungsort auf dem Ringgau.


1974

Jugenderholungsheim und Kapelle
Inzwischen hat Pater Haimo in Altefeld ein Jugendheim eingerichtet. Zwei Gebäude eines früheren Gestüts wurden umgestaltet. Die angebaute Kegelbahn ist zum Zentrum des Ringgaues geworden. Dort trifft man sich, das bringt Tuchfühlung. „Das nenne ich ganz praktische Ökumene“, wie Pater Haimo es ausdrückt. Ein kleiner Weg (Pater-Haimo-Weg), der zur Kapelle führt, trägt seinen Namen. Aber das ist dem allzu bescheidenen Pater eher unangenehm. „Machen Sie unser Jugendheim Ringgau bekannt, damit viele Jugendgruppen hierherkommen, um ihre Freizeit bei uns zu verbringen.


Januar1986

Jugendhaus Ringgau wird modernisiert
(2. Ausbau)
Nötig wurden die Umbau-bzw. Modernisierungsarbeiten dadurch, weil Kreisbrandinspektor Helmut Gerlach die erste Etage des Hauses wegen nicht genügender Sicherheit auf brandtechnischem Gebiet schließen mußte. Bedingt durch diese Maßnahme wurde die bislang vorhandene Bettenkapazität erheblich verringert, und die Leitung des Hauses konnte die Wünsche der Anfragenden nicht mehr erfüllen. Die Umbau- und Modernisierungsarbeiten erfordern nach groben Schätzungen Mittel in Höhe von rund 400 000 Mark.
August 1986

Nahezu eine halbe Million Mark
472 000 DM kostet das Projekt im Herleshausener Ortsteil Altefeld.
Gegenwärtig sind die Handwerker zu Gange, um insbesondere den Anforderungen des Brandschutzes Rechnung zu tragen als auch behindertengerechte Nutzung des Objektes zu ermöglichen …

November 1986

Jugendhaus Ringgau in neuer Gestalt
Zeitgemäßer Umbau
Nach den Worten des Herleshäuser Verwaltungschefs soll das Jugendhaus Ringgau, für dessen Ausbau sich die Gemeinde Herleshausen, und hier besonders Bürgermeister
Uwe Hartmann stark macht, in einen zeitgemäßen Zustand versetzt werden, das somit den
heutigen Ansprüchen genügt.

2018

Jugendhaus Ringgau schließt
Die Zeiten ändern sich und auch die Menschen und Ihre Vorstellungen. Die Auslastung des Jugendhaus Ringgau wurde in den letzten Jahren deutlich geringer, zu gering für den Fortbestand, deshalb war ein Verkauf alternativlos.
Hier waren wir es, Iza und Ralf, die über die nachfolgende Immobilienanzeige „gestolpert“ sind und wollten es uns nur einmal anschauen …

6. September 2018
Schlüsselübergabe für das zukünftige Haus Ringgau in Altefeld
Dokumente wurden geschrieben, geprüft und angepasst, zum Schluss gab es Unterschriften von der Kirche als Verkäuferin des Objektes und unsere. Jetzt waren wir die stolzen neuen Besitzer einer Immobillie „mit viel Potenzial„, um die gern genutzen Worte aus dem Wortschatz der Branche zu verwenden.
Packen wir es an … Sanierungsbedarf erwartete uns nicht nur im Haus, auch die Außenfläche benötigte einen neuen „Schnitt“.

2020
Haus Ringgau eröffnet
einfach anders – einfach gut
Willkommen, wir sind für euch da.
10 Betten, zwei Bäder, ein großer Aufenhaltsraum, Küche und ein riesengroße Außenanlage erwarten euch.

Wo Gemeinschaft
auf Natur trifft.
Urlaub, Ferien und Wochenendreise mit Freunden, der Familie oder in der Gruppe. Freiheit, Ruhe und Natur aber auch Abenteuer, Grill, Lagerfeuer und vieles mehr …
2022

Pressemitteilung Werra-Rundschau Presse 30.07.2022
Izolda und Ralf Sodar lassen das „Haus Ringgau“ nun wieder erblühen. „Unser Haus steht nun für Feriengäste jeden Alters offen“, sagt Ralf Sodar.
Zehn Betten werden mittlerweile vorgehalten; perspektivisch sollen es noch mehr werden. Die Renovierung der Zimmer hat das Paar zum Großteil selbst in die Hand genommen – eine Unmenge an Arbeit, aber die persönliche, familiäre Note ist dafür in jedem Zimmer spürbar.
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2024

Haus Ringgau – WIR für EUCH!
Dankeschön.

2025
2026
ACHTUNG Texte und Bilder sind mit Quelle und Autor bei weiterer externer Verwendung zu bezeichnen. Kopien nur nach vorheriger Anfrage erlaubt.
Zentrale Lage in Deutschland: Für Gruppen, die aus verschiedenen Himmelsrichtungen anreisen, ist die Lage nahezu in der Mitte Deutschlands ein großer Vorteil.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Haus Ringgau durch seine exklusive Nutzung für Gruppen, die umfassende Ausstattung für Freizeit und Aktivitäten, die herzliche Gastfreundschaft der Betreiber und die ruhige, aber zentrale Lage besonders hervorsticht. Es ist kein klassisches Hotel, sondern ein Ort, der auf Gemeinschaft und individuelle Gruppenerlebnisse zugeschnitten ist.
Tipp: Frühzeitig buchen – besonders an Wochenenden sehr beliebt!
Kontakt & Buchung:
Eure Gastgeber
Izolda & Ralf Sodar – herzlich, mehrsprachig, engagiert.
Wir sorgen dafür, dass Ihr Aufenthalt besonders wird.









